Historiographie im Dritten Reich und im Kaiserreich: Die Schlacht im Teutoburger Walde und die Schlacht von Sedan

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2021-07-10

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de

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In vorliegender Studie wurde erforscht, welche Unterschiede sich in Bezug auf die Darstellung historischer Ereignisse in zwei historiographischen Werken aus 1889 und 1936 erkennen lassen. Zudem wurde untersucht, ob sich die Unterschiede auf die nationalsozialistische Ideologie und die Gleichschaltung zurückführen lassen. Es wurden zwei historische Ereignisse erforscht: die Schlacht im Teutoburger Wald (9 n. Chr.) einerseits und die Schlacht von Sedan (1870) andererseits. Mittels einer textimmanenten, qualitativen, strukturierenden Inhaltsanalyse wurden die Darstellungen dieser beiden Ereignisse in den Korpora aus 1889 und 1936 analysiert und miteinander verglichen. Ausgangspunkt dieser Studie war die Gleichschaltung, der mit der Machtübernahme von 1933 eigesetzte politische Prozess, bei dem alle sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Instanzen mit der Ideologie des Nationalsozialismus synchronisiert wurden. Es wurde versucht, festzustellen, ob die Gleichschaltung auch in die Geschichtsschreibung eingeflossen war. Ansatzpunkt war der Grundgedanke, dass solch ein Eingriff in die Historiographie mittels einer vergleichenden Textanalyse sichtbar werden müsste. Es stellte sich jedoch heraus, dass die sprachlichen Merkmale der beiden Texte sehr ähnlich waren, und dass es ebenfalls inhaltlich mehr Übereinstimmungen als Unterschiede gibt. Auf der sprachlichen Ebene konnte deswegen keinen Bezug nachgewiesen werden. Die inhaltlichen Unterschiede, die gefunden wurden, haben möglicherweise einen Bezug zum Nationalsozialismus. Dies konnte nicht ausgeschlossen, jedoch auch nicht unwiderlegbar bewiesen werden.

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Faculteit der Letteren